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Der Sinn des Lebens - The sense of life

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Marie

Ihr selbstausgebauter Minivan erregt unsere Aufmerksamkeit, also gehen wir mal rüber und lernen Marie aus Frankreich kennen. Sie ist gerade dabei aufzubrechen, aber es bleibt noch Zeit für ein kurzes, aber sehr nettes Gespräch.

 

Sie ist 70 Jahre alt und lebt seit fünf Jahren in ihrem kleinen Auto, welches sie sehr minimalistisch eingerichtet hat. Viel passt da ja auch nicht rein, aber sie hat alles, was sie braucht. Ein Bett und darunter Weinkisten, wo sie ihre persönlichen Sachen aufbewahrt.

 

Nachdem sie ihr Leben durchgearbeitet hatte, wurde ihr mit 65 Jahren vom Staat ein knapp 40 Quadratmeter großes Appartement zu einem Preis angeboten, den sie von ihrer Rente bezahlen konnte. Sie mietete es auch an, aber nach einigen Monaten erkrankte sie an Depressionen. Sie verließ die Wohnung und entschied sich in ihr Auto einzuziehen.

Seit fünf Jahren auf Reisen lebt sie ein glückliches Leben. Sie denkt nicht daran, es aufzugeben und in ein kleines Loch in einen Betondschungel zurückzukehren. Die Freiheit, die Natur, die Kontakte und positiven Erfahrungen mit den Menschen, denen sie begegnet erfreuen sie und erfüllen ihr Leben.

Her self-made minivan gets our attention, so we adress her and meet Marie from France. She is about to leave, but there is still time for a short but very nice conversation.

 

She is 70 years old and has been living in her little car for five years, which she set up very minimalistically. Much does not fit in there but she has everything she needs. A bed and under it wine boxes where she keeps her personal belongings.

After working through her life, at the age of 65, she got from the state a 40-square-meter apartment for a price she was able to pay from her pension. She rented it too but after a few months she contracted depression. She left the apartment and decided to move into her car.

 

For five years traveling, she lives a happy life. She does not think to give it up and return to a small hole in a concrete jungle. The freedom, the nature, the contacts and the positive experiences with the people she meets make her happy and fulfilling her lives.

Roby radelt für den guten Zweck –Roby is cycling for a good cause

Roby lernen wir durch eine Freundin in Tavira, Portugal kennen. Er ist aus Irland und lebt seit längerer Zeit in Portugal. Sechs Jahre wohnte und reiste er in einem Van. Dann wurde er ihm zu groß und er schaffte sich ein kleineres Auto an. Zwei Jahre später wurde er auch dieses los. Er besorgte sich ein Fahrrad und begann, für den guten Zweck, wie Tierschutz, oder Altenpflege zu radeln.

All das Geld, das reinfließt, wird gespendet. Roby lebt auf seine eigenen Kosten, von seinen Ersparnissen. Als ich ihn frage, ob er sich keine Sorgen über seine Zukunft, beziehungsweise seine finanzielle Sicherheit macht, antwortet er: "Warum soll ich mich darüber sorgen, was erst später passiert. Viele Menschen sorgen sich und denken, wenn ich nur dies oder jenes haben könnte, würde ich mir keine Sorgen mehr machen. Aber wenn ihre Wünsche dann in Erfüllung gehen, sorgen sie sich aus irgendeinem komischen Grund doch um etwas anderes."

Roby ist sich sicher, dass er immer seinen Weg finden wird.

We meet Roby through a friend in Tavira, Portugal. He is from Ireland and has been living in Portugal for many years. He used to live and travel in a van for six years. Then it became too big for him and he got a smaller car. Two years later he got rid of this too. He got a bike and started to ride for a good cause, such as animal welfare or caring for the elderly.

All the money that comes in is donated. Roby lives at his own expense, from his savings. When I ask him if he is not worried about his future or his financial security, he replies, "Why should I worry about what happens later? Many people worry and think if I get this or that I could not worry anymore. But if their wishes come true then for some strange reason they will worry about something else. "

Roby is sure that he will always find his way.

Peregrino Enrique

Wir lernen Enrique aus Spanien in Tavira kennen. Wir werden gleich auf ihn aufmerksam, als er, seinen vollgepackten Kinderwagen vor sich herschiebend, an uns vorbeiläuft. Man kann ihn kaum übersehen. Er setzt sich in unsere Nähe und spricht uns freundlich an. Er strahlt pure Lebensfreude aus. Wegen seines Outfits könnte man ihn für einen Obdachlosen halten, aber er ist ein Reisender und hat eine Mission. Er pilgert! Seine fröhliche und offene Persönlichkeit macht uns neugierig. Wir quatschen uns fest und erfahren seine Geschichte.

 

Er war Testfahrer für eine bekannte Autofirma. Ein sehr gut bezahlter Job, von dem er mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern ein luxuriöses Leben führen konnte. Als er einen Autounfall hatte, änderte sich alles. Er konnte nicht mehr laufen. Die Rehabilitation hat sehr viel Leiden, Zeit und Mühe gekostet. Menschen, die er zu seinen Freunden zählte, als er erfolgreich und wohlhabend war, sind aus seinem Leben verschwunden. Enrique hat sich vorgenommen, falls er wieder in der Lage sein wird zu gehen, wird er eine Pilgerreise machen – den Jakobsweg.

 

Nun ist er seit zwei Jahren unterwegs. Als er damals den ersten Weg gelaufen ist, sind ihm "wunderbare Sachen" passiert und so beschloss er, alle sechs Wege zu gehen, dauere es was es wolle. Als Pilgerer lebt er davon, was andere ihm freiwillig geben. Er hat kaum etwas bei sich, schon gar kein Geld, aber auch das Wenige teilt er mit den Menschen, denen er begegnet. Er vermisst nichts und schläft in "einem Hotel mit 1000 Sternen". Er weiß nicht genau, wie lange er noch unterwegs sein wird aber er ist sich sicher, dass er nie wieder in sein altes, von materiellen Dingen geprägtes Leben zurückkehren möchte. Seine Mission ist nun seine Arbeit. "Sie wird nicht mit Geld bezahlt, aber mit Freiheit und positiver Energie."


Ich habe kein Geld, aber ich gebe dir ein Kuti – I do not have money but I give you a candy
Ich habe kein Geld, aber ich gebe dir ein Kuti – I do not have money but I give you a candy

We meet Enrique from Spain in Tavira, Portugal. We immediately notice him when he passes us by with his with all possible packed stroller which he pushes ahead of him. You can hardly overlook him. He sits near us and appeals to us in a friendly way. He radiates pure pleasures of life. Because of his outfit, he may be considered a homeless person, but he is a traveler and has a mission. He is a pilgrim! His friendly, cheerful and open personality makes us curious. Through hours of conversation we learn his story.

 

He was a test driver for a well-known car company. A very well paid job from which he could lead a luxury life with his wife and his two daughters. When he had a car accident, it all changed. He could not walk anymore. The rehabilitation has taken a lot of suffering, time and effort. People he counted as his friends when he was successful and wealthy have disappeared from his life. Enrique has decided that if he will be able to walk again he will make a pilgrimage – the Way of St. James.

 

Now he has been traveling for 2 years. When he first hit the road he experimented "wonderful things" and so he decided to go all 6 ways it take as long as it should. As a pilgrim he lives off what others voluntarily give him. He has almost nothing with him no money at all but he also shares that few with the people he meets. He misses nothing and sleeps in "a hotel with 1000 stars". He does not know exactly how long he will be on the road, but he knows he will never want to return to his old material life. His mission is now his work. "It´s not paid with money, but with freedom and positive energy".

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